Rumtopf ansetzen: Die wichtigsten Do’s & Don’ts für aromatische Früchte in Rum

Ein selbst angesetzter Rumtopf ist eine köstliche Tradition und eine wunderbare Möglichkeit, die Früchte der Saison über mehrere Monate haltbar zu machen. Von den ersten Erdbeeren im Frühjahr bis zu den letzten Früchten des Sommers und Herbstes wandern nach und nach verschiedene Obstsorten in den Rumtopf. Über die Zeit verbinden sich die Aromen der Früchte mit dem Rum – und es entsteht eine aromatische Spezialität, die traditionell in der kalten Jahreszeit genossen wird.

Damit der Rumtopf gelingt und die Früchte nicht verderben, gibt es einige wichtige Regeln zu beachten. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Do’s & Don’ts beim Ansetzen und Lagern.

Rumtopf
Die wichtigsten Do’s beim Rumtopf

Reifes und einwandfreies Obst verwenden

Für einen guten Rumtopf ist die Qualität der Früchte entscheidend. Verwenden Sie ausschließlich reifes, frisches und einwandfreies Obst. Faulige Früchte oder Obst mit Druckstellen gehören nicht in den Rumtopf. Bereits verdorbene Stellen können die Qualität des gesamten Ansatzes beeinträchtigen. Deshalb sollte das Obst vor dem Einlegen sorgfältig kontrolliert und vorbereitet werden. Je nach Saison können beispielsweise Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche oder Aprikosen verwendet werden. So wächst der Rumtopf im Laufe des Jahres Schicht für Schicht.

Rum mit mindestens 54 % vol verwenden

Der Rum ist nicht nur für das Aroma verantwortlich, sondern übernimmt auch eine wichtige Funktion bei der Konservierung der Früchte. Für einen traditionellen Rumtopf sollte deshalb hochprozentiger Rum mit mindestens 54 % vol verwendet werden. Der Alkohol sorgt gemeinsam mit dem Zucker dafür, dass die Früchte haltbar gemacht werden und ihr charakteristisches Aroma entwickeln können.

Den Rumtopf Monat für Monat reifen lassen

Ein Rumtopf braucht Zeit. Traditionell wird er über mehrere Monate hinweg angesetzt und reift von Frühjahr bis Herbst. Sobald die ersten saisonalen Früchte erhältlich sind, können diese in den Rumtopf gegeben werden. Im Laufe des Jahres kommen weitere Obstsorten hinzu. So entsteht nach und nach eine abwechslungsreiche Mischung aus verschiedenen Früchten und Aromen. Wichtig ist, den Rumtopf nicht zu überstürzen: Die einzelnen Fruchtschichten sollten ausreichend Zeit haben, im Rum zu ziehen und ihr Aroma zu entfalten.

Den Rumtopf kühl und dunkel lagern

Licht und Wärme können die Qualität und das Aroma des Rumtopfs beeinträchtigen. Deshalb sollte der Rumtopf an einem möglichst kühlen und dunklen Ort aufbewahrt werden. Der Deckel sollte gut schließen, damit der Inhalt geschützt bleibt und möglichst wenig Alkohol verdunstet. So können die Aromen über die gesamte Reifezeit erhalten bleiben.

Darauf achten, dass die Früchte vollständig mit Rum bedeckt sind

Ein besonders wichtiger Punkt: Die Früchte müssen stets vollständig mit Rum bedeckt sein. Der Rum sollte idealerweise etwa einen Fingerbreit über den Früchten stehen. Schauen einzelne Früchte aus der Flüssigkeit heraus, kann dies die Schimmelbildung begünstigen. Deshalb sollte der Füllstand regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf etwas Rum nachgegossen werden.

Die wichtigsten Don’ts beim Rumtopf

Nicht jede Frucht eignet sich für den Rumtopf

Grundsätzlich lassen sich viele saisonale Früchte für einen Rumtopf verwenden – aber nicht jede Obstsorte ist dafür geeignet. Äpfel, Brombeeren, Heidelbeeren, schwarze Johannisbeeren, Rhabarber und Zitrusfrüchte sind beispielsweise eher ungeeignet. Manche Sorten werden durch die lange Lagerung zu weich oder matschig, andere bleiben zu hart oder entwickeln geschmacklich kein harmonisches Ergebnis. Am besten eignen sich reife, aromatische Früchte mit einer festen Struktur, die auch nach längerer Zeit im Rum ihre Form und ihr Aroma weitgehend behalten.

Keine unsauberen Utensilien verwenden

Sauberkeit ist beim Ansetzen und Nachfüllen des Rumtopfs besonders wichtig. Verwenden Sie ausschließlich gründlich gereinigte Utensilien, wenn Sie die Früchte umschichten, vorsichtig umrühren oder weiteren Rum nachgießen. Dabei sollte möglichst vorsichtig gearbeitet werden, damit die Früchte nicht unnötig zerdrückt werden und ihre Struktur behalten.

Unser Fazit: Mit etwas Geduld gelingt der Rumtopf

Ein guter Rumtopf braucht vor allem drei Dinge: hochwertige Früchte, ausreichend Alkohol und Zeit.

Wer reifes und einwandfreies Obst verwendet, hochprozentigen Rum einsetzt und darauf achtet, dass die Früchte stets vollständig bedeckt sind, schafft die besten Voraussetzungen für einen gelungenen Rumtopf.

Mit jeder neuen Fruchtsorte wächst der Ansatz und entwickelt ein immer vielfältigeres Aroma. Und wenn der Rumtopf schließlich nach mehreren Monaten vollständig gereift ist, kann die Geduld mit einer besonderen fruchtig-aromatischen Spezialität belohnt werden.

Rumtopf-Nachtisch
Die wichtigsten Regeln auf einen Blick

Do:

  • Reifes und einwandfreies Obst verwenden.
  • Rum mit mindestens 54 % vol einsetzen.
  • Den Rumtopf über mehrere Monate reifen lassen.
  • Kühl und dunkel lagern.
  • Den Rumtopf gut verschließen.
  • Darauf achten, dass die Früchte stets vollständig mit Rum bedeckt sind.
  • Nur saubere Utensilien verwenden.

Don’t:

  • Faules oder beschädigtes Obst verwenden.
  • Ungeeignete Früchte wie Äpfel, Brombeeren oder Zitrusfrüchte verwenden.
  • Die Früchte aus dem Rum herausschauen lassen.
  • Mit unsauberen Utensilien arbeiten.
  • Den Rumtopf warm oder in direktem Licht lagern.

Ein passendes Gefäß ist die Grundlage für einen gelungenen Rumtopf. In unserem Shop finden Sie verschiedene Rumtöpfe aus Steinzeug in unterschiedlichen Größen – ideal, um  saisonalen Früchte über das Jahr hinweg zu sammeln und aromatisch in Rum anzusetzen.

Sie möchten direkt mit dem Ansetzen beginnen? Unser ausführliches Rezept „Großmutters Rumtopf“ zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie es geht.

 

Brunhilde Emmanuel
Stichworte: Anleitungen Rezepte Tipps